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Weinregion Pfalz

Weinregion Pfalz

Die Pfalz ist das zweitgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Wegen seines sonnigen Klimas und der idyllischen Lage mit den kleinen Weindörfern vergleicht man es oft mit der Toskana. Im Gegensatz zu dort wird aber mehr Weiß- als Rotwein angebaut, etwa im Verhältnis 1:3. Dennoch ist die Pfalz das größte Rotweingebiet in Deutschland und auch das größte Riesling-Anbaugebiet der Welt.

Buchtipp: „Von wegen leicht und lieblich“

Buchtipp: „Von wegen leicht und lieblich“

Von wegen leicht und lieblich – Das ultimative Weinbuch nur für Frauen: Lesegenuss pur, nicht nur inhaltlich sondern auch optisch. Und man lernt eine Menge über Wein, das Weinmachen und alles rund um den Wein wie Gläser, Essen, Gesundheit.

Junge Wilde

Junge Wilde

Die „jungen Wilden“ im Weinbau

Die Bezeichnung „junge Wilde“ hörte ich zum ersten Mal auf einer Weinmesse in München von Leo Uibel aus Niederösterreich. Er zählte sich zu den „Jungen Wilden“ im österreichischen Weinbau und offensichtlich setzte er voraus, dass mir das ein Begriff war. Irgendwie klang es so als wenn die jungen Wilden alles anders und besser machten. Und weil mir nicht nur Leo, der auch ein bisschen wild aussieht, sondern auch seine Weine sehr gut gefielen, habe ich ein bisschen dazu recherchiert und dabei herausgefunden, dass es die jungen Wilden auch in Deutschland gibt.

Wer sind sie und was macht sie „wild“

Das renommierte Weinmagazin Falstaff  schreibt  über „Deutschlands junge wilde Winzer„: Die Kinder von bekannten Winzern und auch Quereinsteiger, Idealisten, manchmal sogar Visionäre, schaffen etwas Neues – und gehen dabei andere Wege: dynamisch, provokant und mit schrägen Etiketten.

Das Gastgewerbe-Magazin meint: Die Jüngsten sind 18, die meisten zwischen 25 und 35 Jahre alt. Sie alle sind fertig mit der Winzerlehre oder dem Weinbaustudium, und hinter ihnen liegen zahlreiche Praktika im Ausland. Die junge Generation der Winzer ist weltoffen, innovativ und vor allem hochmotiviert, deutschen Weinen ein individuelles, frisches Image zu verpassen.

„Meine“ jungen Wilden: eine fränkische Bubble Prinzessin, der Tiger aus der Pfalz und Nico „WILD“ Meyer

Dem Clubhouse-Format „Rettet den Mittagswein“ verdanke ich die Entdeckung von Nicole Roth, die den traditionellen elterlichen Betrieb im fränkischen Wiesenbronn auf  mehr „Bubbles“ umgestellt und gleichzeitig traditionellen Rebsorten wie dem Silvaner ein moderneres Image verpasst hat. Das gleiche Format stellte beim Mittagswein Stefan Bietighöfer aus der Pfalz vor, der mit Übernahme des elterlichen Weinguts im engen Dialog mit seinem Vater auf modernere Rebsorten und einen noch qualitätsorientierteren Weinbau umgestellt hat.

Für mich gehört in diese Reihe auch Nico Meyer aus Gleiszellen in der Pfalz, der dem ehemaligen Stiftsweingut Meyer seiner Familie einen neuen Stempel im Weinausbau aufdrückt. Er nennt seine eigene Serie, die inzwischen fast die Hälfte der Weine des Traditions-Weinguts ausmacht, sogar WILD.

Fazit: die jungen Wilden machen neugierig und Lust darauf, sich traditionelle Familien-Weingüter noch einmal mit anderen Augen anzuschauen.

 

Klaus Scheu – Weinhof Scheu in der Pfalz

Klaus Scheu – Weinhof Scheu in der Pfalz

Klaus Scheu ist ein Grenzgänger Dazu machen ihn seine Weinberge, die in Schweigen-Rechtenbach direkt an der französischen Grenze liegen. Ein Großteil der Reben wächst in Frankreich und so pendelt Klaus Scheu täglich zwischen dem Elsass und der Pfalz.

Co-Gründer: Tobias Kurig

Co-Gründer: Tobias Kurig

Hallo, ich bin Tobias. Gemeinsam mit Claudia habe ich diesen Blog gegründet. Dabei interessiert mich das Schreiben und die technische Umsetzung. Ich bin wohl mehr Technik- als Weinexperte. Dennoch trinke ich hin und wieder gern ein Glas Rotwein und genieße dabei die Stimmung und ein gutes Essen. 

Chardonnay s’il vous plait

Chardonnay s’il vous plait

Der pfälzische Winzer Markus Pfaffmann hat sich etwas besonders Witziges einfallen lassen. Die Flasche seines „Chardonnay S’il vous plait“ (französisch für „bitte“) zeigt auf der Rückseite eine Art Eichstrich für den Trinkfortschritt. Parallel zum schwindenden Flascheninhalt beginnt die Pfaffmannsche Skala mit „der erste Schluck“ und 0,1 l und endet beim letzten 0,1 l mit „oh no un petit peu“ (nur noch ein kleines bisschen). Dazwischen steht bei der Hälfte der Flasche „Nachschub gekühlt?“.

Aber nicht nur die kreative Flaschengestaltung überzeugt: Der Chardonnay „S’il vous plait“ (2018) ist ein typischer Chardonnay – saftig, frisch und süffig. Er passt zum Essen und auch solo sehr gut trinkbar.

Das Viino-Fazit: Der Chardonnay „S’il vous plait“ (2018) macht Spaß und schmeckt und passt gut in die Preisklasse um 7,50 Euro.

Hier noch ein Update vom Winzer, das uns Anfang März erreichte: die Jahrgänge 2018 und 2019 sind ausgetrunken und 2020/2021 wird es diesen Wein nicht geben, dafür andere schöne Chardonnays. Wenn ihr also bei der Vinothek eures Vertrauens noch ein paar Flaschen dieses Weines stehen, dann schnappt sie euch s’il vous plait!

Bildquellen: Karl Pfaffmann
Nachts sind alle Burgunder Grau (2020)

Nachts sind alle Burgunder Grau (2020)

Der „Bei Nacht“ Grauburgunder vom Weingut Karl Pfaffmann in der Pfalz hat Schmelz, macht Spaß und bietet mit 7,00 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Claudia Stallinger

Claudia Stallinger

Autorin und Gründerin von viino Obwohl ich eine waschechte Ober-Bayerin bin, habe ich immer schon lieber Wein als Bier getrunken. Seit 1998 beschäftige ich mich intensiver mit dem wunderbaren Traubensaft: ich besuche Weingüter, nehme an Kellerführungen teil, gehe auf Weinmessen und tausche mich dort mit weiterlesen

Chardonnay – die Königin der Weißweine

Chardonnay – die Königin der Weißweine

Chardonnay ist die wahrscheinlich beliebteste und bekannteste Weissweinsorte überhaupt. Sie stammt ursprünglich aus dem Burgund in Frankreich, wird aber inzwischen erfolgreich weltweit an- und ausgebaut. Der französische Chablis ist zum Beispiel ein reinsortiger Chardonnay-Wein, auch wenn die Franzosen das nicht auf ihre Flaschen schreiben – man muss es einfach wissen.

Ohne Chardonnay kein Champagner

Chardonnay ist außerdem der wichtigste Anteil am Champagner. Die beiden anderen beteiligten Weinsorten sind Pinot Noir – also der Spätburgunder, ihr „dunkler Bruder“- und Pinot Meunier. Das ist die klassische Zusammensetzung eines Champagners aus Frankreich.

Ich mochte früher sehr gerne diese intensiv nach Vanille, Honig schmeckenden, cremig-intensiven Chardonnays, die meist aus Kalifornien und Australien kamen. Inzwischen ziehe ich aber die sogenannten „cool climate“ Chardonnays vor, die z.B. in der Pfalz angebaut und nur im Stahltank ausgebaut werden. Diese schmecken dann frisch, die typische Säure bleibt erhalten und wird nicht von Holzfässern und langen Lagerzeiten abgemildert. Zu einem schönen mehrgängigen Essen wähle ich aber immer noch gerne die kräftigeren Varianten.

Fazit

Chardonnay-Weine haben eine große Bandbreite: von frisch und fruchtig über charaktervoll, cremig-intensiv bis zu körperreich und buttrig. Daher sind sie Alleskönner und ideal als Begleiter zum Essen und solo.

Ein gutes Jahr (2006)

Dieser empfehlenswerte Weinfilm ist ein modernes Märchen, über jemanden der über Nacht Winzer wird und die Liebe zum Wein und Leben entdeckt. Ideal gegen depressive Stimmung – herzhaft und sanft im Abgang.